KI & Automatisierung
KI in der Kanzlei: Wo sie hilft und wo die Grenzen liegen
Der Hype und die Realität
KI ist 2026 in fast jeder Branchendebatte präsent — auch in der juristischen. Doch zwischen "ChatGPT schreibt Schriftsätze" und der tatsächlichen Kanzleirealität liegt eine große Lücke.
In der Mandatsaufnahme spielt KI eine unterstützende Rolle, keine ersetzende. Sie hilft, Informationen zu strukturieren — sie ersetzt nicht die juristische Bewertung.
Drei sinnvolle Einsatzfelder
1. Strukturierung von Freitext
Mandanten beschreiben Sachverhalte in eigenen Worten. KI kann diese unstrukturierten Angaben in vordefinierte Felder einordnen und Lücken markieren.
2. Intelligente Rückfragen
Wenn ein Mandant eine wichtige Information auslässt, kann ein KI-Modul kontextbezogene Rückfragen generieren — etwa "Wann genau wurde der Vertrag unterschrieben?" statt einer generischen Folgefrage.
3. Dokumentenklassifizierung
Hochgeladene PDFs lassen sich automatisch nach Typ einsortieren: Vertrag, Rechnung, Schriftverkehr, Bescheid. Das spart Zeit beim Anlegen der Akte.
Wo KI nicht hingehört
Juristische Bewertung
Mandatsannahme
Strategische Entscheidungen
Mandantenbeziehung
Diese Bereiche bleiben in der Hand der Kanzlei. KI liefert Vorarbeit — die Verantwortung trägt der Anwalt.
Wie Litigo damit umgeht
Bei Litigo sind KI-Funktionen optional und konfigurierbar. Im Konfigurator lässt sich festlegen, ob und wie viele KI-generierte Rückfragen gestellt werden. Manche Kanzleien nutzen die volle Bandbreite, andere bewusst gar nichts. Beides ist legitim.
Wichtig ist: Der Mandant erfährt transparent, wenn KI eingesetzt wird. Und die rechtliche Bewertung bleibt vollständig bei der Kanzlei.
